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Mart Stam Gespräch: Kein Raum für neue Ideen? Zur Ateliersituation junger Künstler/innen und Designer/innen in Berlin

  • Berlin Studios Kiehlufer 91–95 12059 Berlin (map)
 Aktion: Anke Westermann, VG Bildkunst

Aktion: Anke Westermann, VG Bildkunst

Eine Diskussionsveranstaltung der Mart Stam Gesellschaft und des see-up Zentrums für AbsolventInnen der weißensee kunsthochschule berlin

Hergen Wöbken, Institut für Strategieentwicklung (IFSE), www.ifse.de
Helge Rehders, Referatsleiter in der Abteilung Kultur der Senatsverwaltung für Kultur und Europa
Leonie Baumann, Rektorin, weißensee kunsthochschule berlin
Eva Noack & Ilona Ottenbreit, Künstlerinnen, Atelierhaus Mengerzeile, www.atelierhaus-mengerzeile.de

Berlin Studios
Kiehlufer 91–95
12059 Berlin
www.berlinstudios.org

Einlass in den Garten und Getränke ab 18 Uhr

Als Berlin noch »arm, aber sexy« war, bot die Stadt jede Menge Freiräume. Preiswerte Ateliers und niedrige Lebenshaltungskosten zogen junge Künstler/innen, Designer/innen und Musiker/innen aus aller Welt nach Berlin. In den Jahrzehnten nach der Wende wurden sie zum Impulsgeber der Stadt. Berlin hat daraus enormes Kapital für das eigene Image und für den wirtschaftlichen Neubeginn geschlagen. Eine auf kurzfristigen Erfolg angelegte Politik hat es jedoch damals versäumt, langfristig die Existenzbedingungen für eine lebendige Kulturszene zu sichern.

Stattdessen wurden viele landeseigene Liegenschaften an Investoren verkauft. In Folge der Finanzkrise begann der Run auf Berliner Immobilien und der steile Anstieg der Boden- und Mietpreise. Allein zwischen 2004 und 2012 gingen der Stadt nach Aussage des Atelierbeauftragten des bbk Berlin 700 Ateliers verloren.

Für junge Künstler/innen und Designer/innen, die am Anfang ihrer beruflichen Karriere stehen, sind das schlechte Startbedingungen. Sie brauchen bezahlbare Räume, um ohne ökonomischen Druck neue Ideen entwickeln zu können. Die weißensee kunsthochschule berlin hat deshalb im Rahmen ihres see-up-Programms in der Liebermannstraße in Weißensee die ersten aus dem Atelierprogramm subventionierten Arbeitsplätze für Absolvent/inn/en eingerichtet. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Aber wie geht es weiter? Was kann die Stadt, was können wir alle dafür tun, dass Berlin weiterhin ein Anziehungspunkt für kreative Köpfe bleibt? Was muss geschehen, damit nicht noch die letzten landeseigenen Liegenschaften an den Meistbietenden gehen?

Die Veranstaltung findet im Garten der Berlin Studios am Kiehlufer in Neukölln statt. Initiatorin des wachsenden Ensembles aus derzeit sieben Ateliers ist die Künstlerin und Filmemacherin Vera C. Ritter, Absolventin der weißensee kunsthochschule berlin.

www.mart-stam.de | www.seeup.de